10
Okt
2007

Nobel, Nobel

Zwei deutsche Wissenschaftler haben je einen Nobelpreis bekommen. Dazu herzlichen Glückwunsch, auch wenn Herr Nobel sein Geld mit Sprengstoff verdient hat, dafür können die ja nichts.

Der Bundespräsident Light Horst (Hotte) Köhler lobt im Chor mit uns Angela die herrausragende Bedeutung der deutschen Wissenschaft und die großartigen Erfolge der Wissenschaftsförderung in diesem unsrem Lande.
Ich möchte ja nur mal daran erinnern, dass die beiden Nobelpreisträger, die da gemeint sind, schon längst in Rente sind, und dass ihre ausgezeichneten Entdeckungen auf den Anfang der achtziger Jahre 1981 zurückgehen. Da mag ja das Klima für die WIssenschaft in Deutschland tatsächlich noch gut gewesen sein und die CDU hat da jedenfalls nicht regiert. Jedoch bezweifle ich, dass deutsche Wissenschaftler, die auch in Deutschland bleiben in zwanzig Jahren noch solche Erfolge haben werden. Dazu sage ich nur Studiengebühren, Qualität der Hochschulen, der Lehre.... Es wird schon viel zu lange viel zu viel gespart.

14
Sep
2007

Installation von fax4box

Ich möchte heute eine kleine Anleitung für die richtige Installation von AVM fax4box unter Windows schreiben, weil es immer wieder zu Problemen dabei kommt und der Hersteller für dieses Programm keine Unterstützung anbietet.

Erst einmal Grundlegendes zu dem Programm fax4box. Das Programm wurde von der Berliner Firma AVM entwickelt und es soll ermöglichen, unter Windows über eine angeschlossene Fritz!Box Faxe versenden und empfangen zu können. Das Programm kann man hier vom AVM FTP Server downloaden.
Nachdem das Programm als Administrator installiert wurde, sollte man eigentlich damit faxen können.
Häufig ist das jedoch nicht der Fall.

Die bei weitem häufigste Fehlermeldung beim Betrieb des Programms ist COMMON-ISDN-API Fehler [#1009] die capi2032.dll ist nicht vorhanden.
Wie man trotz dieser Fehlermeldung faxen kann oder diese Fehlermeldung ganz verhindert, will ich im Folgenden beschreiben.

Nochmal kurz die Installation:
1. Programm downloaden. hier klicken
2. Programm als Benutzer mit Administratorrechten installieren.
3. Programm aufrufen und versuchen zu faxen.

Sollte sich nun am Anfang oder später die Meldung "COMMON-ISDN-API Fehler [#1009] die capi2032.dll ist nicht vorhanden" einstellen und sich kein FAx versenden oder empfangen lassen, kann ich folgendes empfehlen.

1. Prüfe bitte ob die Datei capi2032.dll im Installationsordner des Programms "C:\Programme\FRITZ!" befindet, dort gehört sie nämlich hin.

2. Stelle sicher, dass der CAPI-Server der Fritz!Box aktiviert ist. Diesen kannst du einschalten, indem Du mit einem an die Box angeschlossenen Telefon die Zeichenfolge #96*3* wählst und etwa 10 Sekunden abwartest. Die Zeichenfolge #96*2* schaltet ihn wieder aus, das willst du aber nicht. Du willst ja faxen.

3. DAS WICHTIGSTE. Da das Programm fax4box oft wichtige Schlüssel in der Windows Registrierung NICHT anlegt (Für diesen Hinweis einen ganz großen Dank an "maja:rascel
"), musst du selbst prüfen, ob sie existieren und sie gegebenenfalls anlegen. Gehe als Benutzer mit Administratorrechten auf START- Ausführen und gebe dort regedit ein. Dann öffnet sich der Registrierungseditor. Dort gehst du zu dem Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\AVM\AVMIGDCTRL] und schaust nach, ob dort im rechten Fenster so etwas steht wie FoundFritzBoxes und eine IP-Adresse. Sollte das nicht der Fall sein, musst du einen neuen Schlüssel erstellen. Und zwar eine mehrteilige Zeichenfolge. Am Ende sollte der Schlüssel den Namen "FoundFritzBoxes" haben, er sollte vom Typ REG_MULTI_SZ sein und als Wert die IP-Adresse der Fritz!Box haben. Dieser ist normalerweise 192.168.178.1. Ob das bei dir so ist, prüfst du, indem du in die Adressleiste eines Browsers http://192.168.178.1 eingibst und ENTER drückst. Wenn dann die Bedienungsoberfläche der Fritz!Box im Browserfenster erscheint, stimmt die o.g. IP-Adresse.

Als zweiten Schlüssel musst du eventuell, falls nicht vorhanden [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\AVM\CAPIoTCP] "Port"=dword:000013a7 erstellen

So, nun hast du die Schlüssel erstellt und das Programm fax4box sollte nun die Fritz!Box anhand der IP finden und keine Fehlermeldung mehr produzieren. Zumindest solltest du jetzt trotz Fehlermeldung faxen können. Sollte das noch immer nicht gehen, musst du deinen Computer nach der Erstellung des Schlüssels einmal neu starten, weil dann auch die geänderte Registrierung mit Sicherheit wirksam wird.

Alle Angaben beziehen sich auf eine Erstinstallation. Sollte das Programm schon einmal installiert gewesen sein, müssen zuerst alle Spuren davon aus der Registrierung gelöscht werden. Sollte eine andere Software von AVM installiert sein, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Weiterführend oder zusätzlich empfehle ich diesen Thread genau zu lesen.

5
Sep
2007

Kontrolle über die Produktionsmittel. Hackerparagraph § 202 c StGB

Hinter der Kriminalisierung des Besitzes von Programmen, die dazu geeignet sind in Sicherheitslücken von Computersystemen einzudringen, steckt mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. In Wirklichkeit geht es dabei nämlich nicht um Sicherheit sondern um Profit. Hier eignet sich eine kleine Gruppe Produktionsmittel an und schließt die Allgemeinheit von deren Besitz und deren Verwendung aus.

Das ist so, als würde ich den Besitz und den Gebrauch von Hämmern kriminalisieren. Wer dann noch einen Nagel einschlagen möchte, kann gegen teures Geld ein Unternehmen damit beauftragen, dass die Lizenz zum hämmern besitzt. Das bedeutet für mich eine große Einschränkung, weil sich nun das Produktionsmittel "Hammer" in den Händen von wenigen befindet, die ich für den Einsatz des ehemals allgemein zugänglichen Produktionsmittels bezahlen muß.

Anfang und Mitte der neunziger Jahre träumten viele den Traum mithilfe von Computern kreativ zu sein und Dinge zu produzieren, für die man bisher wesentlich größere Anlagen und teurere Geräte benötigte. Das Internet wurde als neue Möglichkeit zur grenzenlosen Freiheit empfunden. Ich meine grenzenlos im Sinne von örtlich ungebunden.

Herr Schäuble hat das Wesen des Internets anscheinend überhaupt nicht verstanden, da er es ja für ein "große Telefonanlage" hält. Und etwas in einem Land zu verbieten macht auf dem Hintergrund von weltweiter Vernetzung überhaupt keinen Sinn. Wenn Hackerprogramme in Deutschland verboten sind, wird mein Computer eben aus anderen Ländern angegriffen, ich kann mich nur nicht mehr durch eigene Tests mit diesen Programmen an meinem System davor schützen.
Ich glaube ja, dass Herrr Schäuble das Internet gerne zu einem großen "Volksempfänger" umbauen möchte, aus dem dann ständig Propaganda und Werbebotschaften auf uns alle einprasseln.

Mit dem Verbot der sogenannten "Hackerprogramme" wird die Sicherheit aus den Händen der Allgemeinheit genommen. Ab nun muß sich jeder auf die gut bezahlte Sicherheitsindustrie verlassen, die uns gegen jährliches Schutzgeld Virenschutz (Tropfen) und Firewalls (Wässerchen) verkauft. Politik und Unternehmen arbeiten also Hand in Hand. Es wird sich in den nächsten Jahren herausstellen, dass mit diesem Verbot der Sicherheit ein Bärendienst erwiesen wurde. Dann wird wieder nach einer härteren Gangart verlangt und so weiter. Wir kennen das ja aus vielen anderen Bereichen. Es sollen halt nur wenige von den vielen profitieren so war es, so ist es und so wird es wohl noch lange bleiben.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es in absehbarer Zeit Sondergenehmigungen zum Einsatz von o.g. Programmen für die Sicherheitsindustrie geben wird. Das wird dann mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten begründet werden. Für wie doof halten die uns eigentlich.

Wiederholung tötet das Bewußtsein.

2
Sep
2007

In Memoriam Joseph Beuys

Das war's mit der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen: Harald Schmidt wird 50. SPIEGEL-ONLINE-Autor Reinhard Mohr erklärt, warum der ewig spottende Feuilletonliebling mit seinem Minderheitenprogramm für Selbstdenker einen neuen deutschen Zeitgeist geschaffen hat. aus Spiegel online


Zur Gegenöffentlichkeit gehört das Internetradio „Radio Freiheit“ („Der Sender für Selbstdenker“) des Dresdner NPD-Manns Waldemar Maier.aus FAZ.net


Wer hat da nun von wem kopiert? Das Nazis und "selber Denken" sich gegenseitig ausschließen ist mir seit langer Zeit bewußt. Aber der Spiegel... Hat nun etwa auch der Spiegel Probleme damit selbst zu denken? Wird hier nur noch abgeschrieben? Oder handelt es sich um eine Selbstdefinition vom neoegalen Harald Schmidt, der ja an Zynismus kaum zu überbieten ist. Vor allem was ihn selbst angeht und das, was er vielleicht früher einmal geglaubt hat, vielleicht auch zweimal.

Ich glaube, Selbstdenken ist in Deutschland, wenn nicht fast auf der ganzen Welt gar nicht gerne gesehen und unerwünscht. Bis vor dreißig Jahren noch hörten viele Selbstdenker in der BRD den Spruch "geh doch nach drüben". Brauch ich nun nicht mehr, denn mittlerweile ist drüben hier. Zumindest bezogen auf die schleichende Wiedereinführung der Stasi durch Herrn Dr. (isser das??) Schäuble. Ich habe sogar schon Menschen sagen hören er sei ein "Rollstuhl-Goebbels". Dass ich nichts zu verbergen habe, geht niemanden etwas an! Das ist meine Meinung zur Totlachüberwachung, äh Totalüberwachung. Wahrscheinlich geht der Auftrag den Bundestrojaner zu programmieren an die Chinesen, die sind da ja offensichtlich schon etwas weiter.

Aber zurück zu den Nazis. Warum eigentlich werden die immer von der deutschen Schutzmännern und -frauen, geschützt? Warum nicht die NPD verbieten? Gründe genug gibt es. Siehe auch Unterwanderung der Demokratie

"England is a fascist state. The answer lies at your own gate." sang Linton Kwesi Johnson vor gut 20 Jahren. Also scheint Faschismus seit langem schon nicht alleine ein deutsches Problem zu sein. Aber Menschen die in Deutschland leben können am besten in Deutschland, durch selbst Denken, etwas dagegen tun. Aber Vorsicht, nicht überall wo "Selbstdenken" drauf steht ist selbiges auch drin. Selbst Denken kostet nichts, selbst denken macht Spaß.

Joseph Beuys hat einmal gesagt, "Wer nicht denken will, fliegt raus." Ich glaube, er hat nicht gelogen.

30
Aug
2007

Fachkräftemangel

Was tun Politiker in Deutschland gegen Fachkräftemangel? Sie führen Studiengebühren ein! Wuahhahaha... Von hier aus auch einen schönen Gruß an Herrn Dräger, den Hamburger Bildungssenator, der zur Zeit für Aufsehen sorgt, weil er ungeprüft Aufträge von über 239.400 Euro an seinen ehemaligen Arbeitgeber vermittelt, die Roland Berger Unternehmensberatung. Na ja, er muß sich wohl seinen Sessel dort warm halten, wenn es mit der Politik nach der nächsten Wahl nicht mehr so gut läuft. Eine Hand wäscht eben die andere...
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