4
Apr
2008

L'état c'est moi!

Was wäre, wenn das jedeR sagen würde und auch noch davon überzeugt wäre?
Der Staat sind alle seine Staatsangehörigen und auch die, die ohne Staatsangehörigkeit auf dem Staatsgebiet leben, denn sie erfüllen auch funktionen im Staatsgefüge sind sozusagen Mitglieder der Gemeinschaft ohne Staatsangehörigkeit.

3
Apr
2008

social marketing und propaganda

Viele social marketing Kampagnen haben die typischen Merkmale von Propaganda. Wenn ich die Kampagnen "sozial ist, was Arbeit schafft" und "Du bist Deutschland" anschaue, zeigen sich hier ganz klar die wesentlichen Merkmale von Propaganda. Es soll ein Verhalten gesteuert werden, zum Zweck der Erzeugung einer von den Propagandisten erwünschten Reaktion. Schon Helmut Kohl hat während seiner Kanzlerschaft kohl_rede1 (ogg, 218 KB)massiv dafür geworben. Was damals mit Selbstverantwortung gemeint war, sehen wir heute. Vereinzelung, Bindungslosigkeit und Isolation. Die wirtschaftliche Krise war auch damals schon die Hauptbegründung für massive Einschränkungen.

Zu Propaganda mit dem Schwerpunkt auf faschistische Systeme haben A. Hitler in "Mein Kampf" und Joseph Gobbels in seinen Schriften viel geschrieben, was heute auch immer noch aktuell ist.
Ich möchte hier jedoch auf einen anderen Lehrmeister hinweisen, der sich damit beschäftigt hat, wie Propaganda dazu eingesetzt werden kann um demokratische Systeme zu steuern. Es ist Edward Bernays, ein Neffe von Sigmund Freud. Hier ist ein kleiner Auszug aus seinem Werk
Propaganda. Horace Liveright, New York 1928. Neuauflage: Ig Publishing, Brooklyn N.Y. 2005, ISBN 0-9703125-9-8. (Deutsch von Patrick Schnur, orange-press, Freiburg i. Br. 2007, ISBN 978-3-936086-35-5)

den kompletten englischen Text als pdf gibt es hier zu lesen.

IN the days when kings were kings, Louis XIV
made his modest remark, "L'Etat c'est moi." He
was nearly right.
But times have changed. The steam engine, the
multiple press, and the public school, that trio of the
industrial revolution, have taken the power away
from kings and given it to the people. The people
actually gained power which the king lost For
economic power tends to draw after it political
power; and the history of the industrial revolution
shows how that power passed from the king and the
aristocracy to the bourgeoisie. Universal suffrage
and universal schooling reinforced this tendency, and
at last even the bourgeoisie stood in fear of the com-
mon people. For the masses promised to become
king.
To-day, however, a reaction has set in. The mi-
nority has discovered a powerful help in influencing
majorities. It has been found possible so to mold
the mind of the masses that they will throw
their newly gained strength in the desired direction.
In the present structure of society, this practice is
inevitable. Whatever of social importance is done
to-day, whether in politics, finance, manufacture, agri-
culture, charity, education, or other fields, must be
done with the help of propaganda. Propaganda is
the executive arm of the invisible government
Universal literacy was supposed to educate the
common man to control his environment. Once
he could read and write he would have a mind fit to
rule. So ran the democratic doctrine. But instead
of a mind, universal literacy has given him rubber
stamps, rubber stamps inked with advertising slogans,
with editorials, with published scientific data, with
the trivialities of the tabloids and the platitudes of
history, but quite innocent of original thought. Each
man's rubber stamps are the duplicates of millions
of others, so that when those millions are exposed to
the same stimuli, all receive identical imprints. It
may seem an exaggeration to say that the American
public gets most of its ideas in this wholesale fashion.
The mechanism by which ideas are disseminated on a
large scale is propaganda, in the broad sense of
an organized effort to spread a particular belief or
doctrine.
I am aware that the word "propaganda" carries to
many minds an unpleasant connotation. Yet whether,
in any instance, propaganda is good or bad depends
upon the merit of the cause urged, and the correct-
ness of the information published.
In itself, the word "propaganda" has certain tech-
nical meanings which, like most things in this world,...




Interessierten LeserInnen sei nahe gelegt, einmal die aufgezeigten Mechanismen, die in dem Buch beschrieben sind zu vergleichen mit der Arbeitsweise der PR-Abteilungen, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft (eigentlich ist diese Trennung mittlerweile aufgehoben und damit überflüssig). Mit dem Fernseh- und Rundfunkprogrammen, vor allem der Privatsender und den meisten Tageszeitungen in Deutschland. Sämtliche Privatsender sind in den Händen von Konzernen (Bertelsmann, Springer, Holtzbrinck usw.), die ein massives Profitinteresse haben und hier die geistigen Grundlagen in ihrem Sinne schaffen. Nicht umsonst haben diese Konzerne eigene VertreterInnen in den politischen Entscheidungsstellen, Monitor (WDR) hat das zum Glück mal ins Fernsehen gebracht. Siehe auch hier..

Think for youself and question authority
(auf deutsch: Denke für dich selbst und stelle Autorität in Frage)
Timothy Leary

2
Apr
2008

Du bist Deutschland, ich bin Hauptbahnhof!

Merkwürdig, wie sich jetzt der Propagandafeldzug des Bertelsmann Verlages schamlos der deutschen Jugendsprache bedient, wahrscheinlich auch noch ohne es zu merken.
Dazu auch noch ein interessanter Artikel auf Spreeblick.

Und nachher heisst es wieder "wir haben davon alle nichts gewusst."

sozial ist, was freude schafft

In Anlehnung an den Slogan, der mittlerweile fester Bestandteil des CDU Programms ist "souzial ist, was Arbeit schafft"...
Nur ein einziges Wort unterscheidet ihn vom Motto des Hitler Wegbereiters Hugenberg "sozial ist, wer Arbeit schafft". Siehe hier, hier und hier.

Der 1,69 große Diktator schrieb dazu selbst:
"Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwenden, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag. Sowie man diesen Grundsatz opfert und vielseitig werden will, wird man die Wirkung zum Zerflattern bringen, da die Menge den gebotenen Stoff weder zu verdauen noch zu behalten vermag." - A. Hitler in „Mein Kampf“ 1943, 851.-855. Aufl., S. 198

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Adolf_Hitler

Die PR-Leute von INSM, CDU, Springer und Bertelsmann uva. haben das Werk offensichtlich in diesem Punkt perfekt in die Tat umgesetzt. Ist ja auch kein Wunder, Bertelsmann ist immerhin durch das Geschäft mitPropagandbüchern der Nazis zu dem geworden, was es heute ist. Das bestätigen sogar amerikanische Zeitungen.

Frankfurter Zukunftsrat als regierungsentwurf

Der Frankfurter Zukunftsrat wird als der heisseste Anwärter auf das Spitzengremium der zukünftigen Regierung der zukünftigen Wirtschaftsrepublik Deutschland WRD (REA) gehandelt. Entsprechende Personen haben sich schon im Vorfeld zu Sondierungsgesprächen getroffen. Siehe auch das Foto auf der Webseite des "Rates" www.franfurter-zukunftsrat.de

"Der "Rat" wurde im März von Prof. Manfred Pohl gegründet, welcher lange als Historiker der Deutschen Bank tätig war und bereits im Vorstand des Konvents für Deutschland sein lobbyistisches Unwesen treibt." zitat http://nbgw.org/node/8

Nachfolgend gibt es weitere sehr interessante Informationen und Hintergründe (Abgründe):

* NachDenkSeiten: Der “Frankfurter ZukunftsRat” fordert politische Sonderrechte für Eliten
* LobbyControl: Der Frankfurter Zukunftsrat - eine neue, altvertraute Reforminitiative
* Lobbywatch-Europe: Professor Manfred Pohl (Konvent für Deutschland) will Deutschland in die Vergangenheit führen
* INSM-Watchblog: Frankfurter Zukunftsrat: Wirtschaftsfaschistischer Ideologie-Spam
* INSM-Watchblog: Frankfurter Zukunftsrat: Wie Manfred Pohl die Demokratie abschaffen will
* Perspektive2010: Entwickelt sich Roman Herzog zu einem Verfassungsfeind?

24
Mrz
2008

Ostern 2.0

osterhase

Frohe Ostern

19
Mrz
2008

blockwart idee

Die Idee die Bevölkerung sich gegenseitig kontrollieren zu lassen ist alt. Nach 75 Jahren ist die Blockwart Idee auch im United Kindom angekommen.
Ich warte jetzt darauf, dass die Bild das den Leuten in Deutschland auch noch schmackhaft machen will. Eigentlich ist es ja die logische Weiterentwicklung des BILD-Handy-Reporters
Das ist mal ein outsourcing (veralteter Begriff) wie ihn sich Unternehmer immer erträumten. Nach "Du bist Deutschland" heißt es dann "Du bist der BND". Toll, weiter so. Ich glaube nur nicht, dass die Menschen auf freiter Bront so BLÖD sind.

die innere Kaaba oder die schere im kopf

Es reicht. Seit Jahrzehnten werden wir dauerbeschallt und gehirngewaschen und bekommen eingebleut, es gebe einfach Sachzwänge. Weil ein Bombenleger dem anderen eine Email schreiben könnte, werden alle Verbindungsdaten überwacht und die meisten akzeptieren es. Überall werden Überwachungskameras aufgestellt, weil so angeblich Straftäter schneller dingfest gemacht werden können. Die Menschen, die langsam akzeptieren, dass sie beobachtet werden, beginnen, sich dementsprechend zu verhalten und ihr Verhalten darauf abzustimmen. Das nennt man Schere im Kopf. Bestimmte Begriffe werden kriminalisiert und die Menschen trauen sich nicht mehr diese zu verwenden, selbst wenn sie in gewissen Zusammenhängen einfach passen. Die innere Kabba ist erfolgreich errichtet worden. Der Klotz im Kopf ist schwarz und der Inhalt entzieht sich jeder kritischen und realen Prüfung. Unsere Gedanken defilieren wie gläubige Muslime drum herum und beginnen diesen Fixpunkt als Orientierung und Grundlage ihres Daseins zu akzeptieren. Kein Wunder, er ist ja auch bei allem im Weg. Es ist also an der Zeit, diesen Klotz zu nehmen, ihn einer kritischen Prüfung zu unterziehen und ihn auch einmal lustvoll zu entkleiden, auf den Kopf zu stellen oder mit den Füßen von einer Ecke in die andere zu treten. Wir werden feststellen, wie das Teil ängstlich zusammen schrumpft, immer leichter wird, schließlich schwebt und mit dem nächsten lauen Lüftchen davon fliegt, bis es unserem Blick entschwindet. Puh, Schwerstarbeit, aber es lohnt sich.
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