4
Aug
2007

Ice von 1968

Wir müssen die Gegenwart in all ihren Formen negieren.
Vom nationalen Komitee der unabhängigen revolutionären Organisationen, an alle Gruppierungen.
Beschreibung und Definition der Ziele unseres Kampfes.
Der Staat hat sich demaskiert. Unsere schwarzen und farbigen Brüder nehmen die systematische Unterdrückung nicht länger hin.
Die Gewalttätigkeit des Staates richtet sich gegen alle, die sich seiner Kontrolle und Unterdrückung entziehen.
Wir müssen uns erheben und den Staat zerstören.
Wir müssen die Gesellschaft befreien.
Welches sind die konkreten Ziele dieser Freiheit?
Erstens: Das Ende jeglicher Ausbeutung. Kollektive Kontrolle aller materiellen Kräfte in der Gesellschaft.
Zweitens: sofortige Nutzung der technologischen Kapazitäten der Gesellschaft um menschliche Not zu beheben und alle Grundbedürfnisse zu befriedigen.
Drittens: Zerschlagung der staatlichen Unterdrückungs- und Kontrollsysteme weltweit. Wir müssen unsere technologischen Kapazitäten und unseren Reichtum in den Dienst einer freien und selbstbestimmten Weltbevölkerung stellen.
Viertens: Nutzung aller technologischen Kapazitäten in einer Weise, dass jedes Individuum seine Potentiale voll ausschöpfen und entwickeln kann.
Fünftens: Förderung und Entwicklung neuer Formen menschlichen Zusammenlebens wie Kommunen und Kollektive, um Energien frei zu setzen und neue Beziehungen entstehen zu lassen, von denen wir heute nur träumen können.
Unser Leben hat eben erst begonnen. Ausbeutung hat uns geknebelt und unsere Freiheit beschnitten. Wir müssen jetzt herausfinden, was Freiheit wirklich bedeutet.

Aus dem Film ICE (Robert Kramer 1968)

Heute dürfte man so etwas nicht mehr sagen, 1968 ging das noch. Heute dagegen wird unterstellt, dass, wer etwas sagt es auch gleich tut. Das Eis ist dünner geworden.

25
Mai
2007

Hyper, hyper

WM-8
Ein Jahr nach der wundervollen Fußball-WM in Deutschland werden wir wieder auf ein Großereignis vorbereitet. Den G-8 Gipfel 2007 in Deutschland. Merkwürdig, mir kommt das vor wie das Gleiche. Ob in neun Monaten danach wieder so viele Kinder geboren werden?
Gute Infos wie man am Besten hinkommt gibt es hier.
Also, Love, Peace and Happiness.

Beuys_DummeFragen

Bitte vergesst niemals: "Wir wollen der Globalisierung ein menschliches Gesicht geben"

7
Okt
2006

Bioenergie als Gefahr für die Zukunft

Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen zur Erzeugung von Treibstoffen und Gas nimmt rasant zu. Ich bin kein grundsätzlicher Gegner dieser Technik, jedoch sehe ich auch die schwerwiegenden Probleme, die daraus entstehen.
Kein Problem sehe ich, solange als Grundstoffe für die Erzeugung von "Bioenergie" Abfälle (Jauche, Mist, Müll u.s.w.) verwendet werden. Mittlerweile ist es aber so, dass Landwirte gezielt Pflanzen anbauen um sie in einem Bioreaktor umzuwandeln. Dazu gehören auch Nahrungspflanzen. Durch den Anbau gehen zunehmend Flächen verloren, auf denen Nahrung für die Versorgung der Menschen angebaut werden könnte. Mensch und Maschinen geraten in eine Konkurenz um "Nahrung" und Anbauflächen. Das Nahrungsangebot für die Menschen verknappt sich und wird damit teurer. Letztendlich führt das zu einer Koppelung der Nahrungsmittelpreise an den Energiepreis (Ölpreis). Das ist sehr gefährlich, weil Menschen die das Geld besitzen weiterhin Treibstoff für ihr Auto, Brennstoff für ihre Heizung kaufen können, ärmere Menschen jedoch sich ihre tägliche Nahrung unter Umständen nicht mehr kaufen können, weil sie zu teuer geworden ist. Damit meine ich nicht die Menschen die heute schon weniger als einen Euro pro Tag zum Leben zur Verfügung haben. Ich meine, dass in Zukunft auch viele H4-Empfänger nicht mehr genügend Geld zur Verfügung halben werden um sich gleichzeitig ein "Dach über dem Kopf" und gesundes Essen leisten zu können.
Bei dieser Sachlage ist es ganz klar, das viele gesellschaftliche Gruppen ein massives Interesse an der weiten Verbreitung von Biokraftstoffen haben, weil sie sehr viel Gewinn

31
Mai
2006

WM 2006 oder im Knast bei Freunden

In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Der Gewinner steht jetzt schon fest.
Dollar-vorne
Jedenfalls habe ich mich entschlossen in der nächsten Zeit einiges von den Ereignissen rund um diese WM zu schreiben.
Seit Wochen übt die Hamburger Polizei schon für den Ernstfall. Einige Großeinsätze und mehrere tägliche Übungen sollen zur Sicherehit bei der WM beitragen. Das hat die FIFA so beschlossen. Sonst hätten sie die WM in Deutschland abgesagt. Bezahlen dürfen diese ganzen Maßnahmen wieder mal die Einwohner unseres schönen Landes. Abkassieren können nur wenige und nicht die, die den ganzen Scheiß bezahlen. Soll doch die FIFA die Kosten übernehmen, immerhin verkauft sie ja auch für teuer Geld die Rechte, das bringt Milliarden ein.
Ich bin echt kein Fußballfeind, aber das hier geht zu weit. Ins Stadion kommt man nur noch wenn man Beziehungen hat, viel Geld bezahlen kann und über eine saubere Vergangenheit verfügt.
Ich kann mir schon ausmalen, wie die geschlossene Gesellschaft aus Gelegenheitsfußballfans dann ganz unter sich feiert und die anderen dieses Elend am Fernseher anschauen können.
Mich ärgern nur diese superteuren und störenden Polizeieinsätze. Der öffentliche Nahverkehr wird behindert und wenn man Pech hat landet man auch noch in einer Kontrolle und aus Versehen im Knast. Na ja, muß ja echt aussehen und für richtige Statisten hat halt das Geld gefehlt.
Die neu eingeführten Sicherheitsrichtlinien werden uns bestimmt auch nach der WM erhalten bleiben.

30
Mai
2006

Frühjahr im Klimawandel

Dieses Frühjahr ist in Deutschland das bei weitem kälteste an das ich mich erinnern kann. Ist das wirklich schon eine Auswirkung des, schon seit langem vorausgesagten, Klimawandels?
Ich würde es lieber nicht glauben, jedoch meine eigene Beobachtung sowie die wissenschaftlich belegten Tatsachen der letzten Jahre sprechen dafür.
Mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass die Sonne, wenn sie denn einmal scheint, wesentlich greller ist und auch heisser als sonst. Nach Ansicht vieler renomierter, sogar konservativer, Wissenschaftler wird der Golfstrom in absehbarer Zeit zum Erliegen kommen. Das betrifft Europa ganz besonders, weil er uns mit gleichbleibender Wärme versorgt und uns milde Winter beschert. Ohne ihn würden die Winter so kalt und lang sein wie im Norden Kanadas, das ungefähr in gleicher Höhe wie Europa liegt. Ein landwirtschaftlicher Anbau wäre bei diesem Klima unmöglich. Wir müssten auch mehr heizen. Das sind nur die geringsten Auswirkungen des Wandels. Die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre ist so groß wie seit Millionen von Jahren nicht mehr. Dieser Anstieg geht im Wesentlichen auf die Verbrennung fossiler Rohstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) zurück.
Bei sofortiger Kompletteinstellung des Co2 Ausstoßes durch die Menschen würde es mindestens 250 Jahre dauern, bis der Wert von vor der Industrialisierung erreicht wäre. Leider steigt der CO2 Ausstoß aber jedes Jahr stärker an. Die Auswirkungen des Ausstoßes von heute spüren wir aber erst in ca. 30 Jahren. Das heißt, wir bekommen heute erst die Auswirkungen von 1976 zu spüren. Seitdem ist der Ausstoß jedoch um ein vielfaches angestiegen.
Ich frage mich, wer kann das verantworten? Wer möchte den nachkommenden Generationen solche Schwierigkeiten hinterlassen? Mit Sicherheit möchte das niemand mit Absicht tun. Ich glaube es liegt an der Unkenntnis über die Zusammenhänge, dass die meisten Menschen ihr Verhalten nicht ändern. Es ist wichtig, dass alle ausreichend und der Schwere des Problems angemessen, informiert werden.
Leider berichten die Medien nur fragmentarisch. Das Gesamtbild muss sich jeder Mensch selbst zusammensetzen. Es gibt mehr Autowerbung als Dokumentationen über den Zusammenhang zwischen dem eigenen Verbraucherverhalten und der Vernichtung unserer Welt. Das Problem wird dann gerne auf die Politik geschoben. Die werden sich schon drum kümmern. Das stimmt eben nur zu einem sehr kleinen Teil. Solange noch Menschen nach Mallorca, Antalya, New York und sonstwie weit weg für einen Kurztrip fliegen, haben sie für meine Begriffe nicht die Zusammenhänge verinnerlicht. Sollen denn Politiker ein Gesetz machen, nach dem man mindestens sechs Monate dort bleiben muss wo man hinfliegt? Ich fände es besser, wenn die Leute selbst drauf kämen. Ich finde die technischen Errungenschaften der Menschheit wirklich toll. Ich frage mich aber, ob es wirklich sinnvoll ist, so viel zu fliegen, zu fahren und Energie zu verbrauchen, nur weil es möglich ist und jemand es sich leisten kann. Das ist meiner Meinung nach ein großer Denkfehler. Ich kann es mir leisten, also mache ich es. Mal ehrlich, wir Menschen konsumieren doch vieles nur aus dem Gefühl heraus, dass uns etwas fehlt aus einem Machtlosigkeitsgefühl heraus, weil wir oft nicht einmal wissen was das Fehlende wirklich ist. Ob wir diesen speziellen Konsum wirklich brauchen fragen wir uns nicht mehr. Das ist kein Aufruf zum Konsumverzicht sondern zu Konsumbewusstheit.
Aber zurück zu den Ergebnissen der Klimaforscher. Ich möchte einige Seiten verlinken, die sich damit befassen.

Beitrag aus der TAZ vom 16.03.06
Klimainformationsprojekt (Deutsch)
Homepage des Klimaforschers Stefan Rahmstorf
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Wer sich auf die Suche macht wird vor allem im englischsprachigen Raum fündig. Dort gibt es sehr viele Katastrophenszenarien, die Angst auslösen können.

Ich wünsche mir und allen anderen viel Mut um etwas zum Besseren zu verändern.
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